Wie sich Patienten fühlen
Eine Blasenschwäche ist zwar keine Krankheit, doch für den Betroffenen kann sie peinlich und unerfreulich sein sowie psychische Folgen haben: man fühlt sich gehemmt und hat das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben.
Die Furcht vor peinlichen Missgeschicken und die Scham über den Verlust der Blasenkontrolle führen häufig dazu, dass die Betroffenen sich zurückziehen, den Kontakt und Aktivitäten mit ihren Mitmenschen meiden. Die Folgen sind zunehmende Isolation, Einsamkeit und nicht selten auch Depressionen.
Bezüglich der Gesundheit kann Inkontinenz bedeuten, dass:
- Die Haut aufreißt und es zu wundgescheuerten Stellen kommt;
- Bei Kindern andere Probleme vorliegen, z.B. emotionale Probleme anstatt einer körperlichen Beschwerde.
Ohne einen wirkungsvollen Umgang mit Blasenschwäche:
- Kann es bei der Arbeit oder in der Freizeit zu Einschränkungen kommen;
- Kann es zur Verlegenheit unter Mitmenschen und zu sozialem Ausschluss kommen;
- Kann der Auslöser für den Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim sein – Inkontinenz ist nach Demenz der zweithäufigste Auslöser für solch einen Umzug.
- Kann es zwischen dem Patienten und der Pflegekraft zu Konflikten kommen;
- Kann Kleidung sowie Bettzeug verschmutzen und zerstören; dies führt zu zusätzlichen Kosten für die Reinigung und Neuanschaffung dieser Artikel.
Für die Pflegekraft bringt Blasenschwäche das Fass oft zum Überlaufen und ist einer der Hauptgründe für die Beendigung einer Pflegebeziehung, was dann häufig die Einweisung in ein Alten- oder Pflegeheim bedeutet.
Doch ungeachtet der Tatsache, dass eine Blasenschwäche den Betroffenen und seine Familie ziemlich in Not bringen kann, suchen Schätzungen zufolge nur 52 Prozent der unter Inkontinenz leidenden Menschen fachlichen Rat.
Der Hauptgrund für das passive Verhalten der Betroffenen liegt darin, dass diese glauben, dies sei ein unvermeidlicher Teil des Älterwerdens und diesbezüglich gäbe es keine Hilfe.
Doch viele sind sich nicht im Klaren darüber, wie sehr ihnen mit dem geeigneten Produkt geholfen werden kann. Damit kann die Lebensqualität des Verwenders, seiner Familie und Pflegekraft verbessert werden; letztendlich verringern sich dadurch auch die Kosten sowohl für den einzelnen als auch für die Krankenkasse.
Wenn man das Problem nicht richtig angeht, verschlimmern sich beim Patienten der Vertrauensverlust und die Selbstachtung, was schließlich in Frustration und Angst endet.
Hinweis: Der Inhalt dieser Website dient nur Informationszwecken und soll nicht den Rat Ihres Arztes oder Apothekers ersetzen. Zur medizinischen Betreuung sollten Sie Ihren Arzt regelmäßig aufsuchen.

